Sherlock Holmes - Das gesprenkelte Band

Arthur Conan Doyle
übersetzt in einfache Sprache: Helene Bakker & Bettina Stoll
Spaß am Lesen Verlag

Alter: Jugendliche u. Erwachsene /WM/Lesbarkeit: einfach /

Textumfang: (65 S.)

Nachdem ihre Schwester plötzlich stirbt, befürchtet Helen Stoner, dass sie das nächste Opfer sein wird. Mit ihren letzten Worten beteuerte Julia, dass es das gesprenkelte Band war, das sie umbrachte. Können Sherlock Holmes und Doktor Watson das Rätsel des gesprenkelten Bands lösen, bevor auch Helen ihm zum Opfer fällt? Quelle: Spaß am Lesen Verlag

Leseempfehlung

von Sabine Kruber

Sherlock Holmes – diese von dem schottischen Autor Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930) erschaffene Detektivfigur ist der Urvater aller danach entstandenen Detektivfiguren und Detektivgeschichten.
Arthur Conan Doyle war es ein Anliegen, seine Fälle auf den Grundlagen der modernen Forensik zu lösen. Beobachtung und Analyse sollten zur Lösung der Fälle führen und nicht der Zufall, wie es bis dahin üblich war.
1887 wurde die erste Sherlock-Holmes-Geschichte (A Study in Scarlet) veröffentlicht. Insgesamt schrieb Arthur Conan Doyle 56 Kurzgeschichten und vier Romane über den berühmten Detektiven, der seine Fälle von der Baker Street 221b/ London aus löste. Die Baker Street gab es damals schon, sie endete aber bei Hausnummer 85.

In der Kurzgeschichte Das gesprenkelte Band, die 1892 als erstes im Strand Magazin erschien, sucht die junge Frau Helen Stoner Holmes auf. Sie hofft, dass er ihr helfen kann, denn sie befürchtet genau wie ihre Schwester, demnächst ermordet zu werden. Wie die Schwester damals ums Leben kann, ist nicht ganz klar, nur dass es etwas mit einem gesprenkelten Band zu tun hatte. Sherlock Holmes nimmt sich des Falles an.
Diese Kurzgeschichte ist im Deutschen auch unter den Titeln Das gefleckte Band, Die Geschichte mit dem gesprenkelten Bande und Das getupfte Band bekannt.
Die hier besprochene Ausgabe aus dem Spaß am Lesen Verlag ist eine sehr gelungene Übersetzung in einfache Sprache. Es wurden kaum Handlungselemente gestrichen. Der größte Unterschied liegt in der Erzählperspektive. Sherlock-Holmes Geschichten werden überwiegend aus der Perspektive seines Freundes Dr. Watson erzählt. Hier weicht die Übersetzung vom Original ab, denn die Geschichte wird aus Sherlock-Holmes Perspektive heraus erzählt.

Neben der einfachen Sprache ist auch die Lesbarkeit einfach. Schwere Wörter und englische Begriffe sind im Text außerdem unterstrichen und werden am Ende des Buches erklärt. Das Buch eignet sich also nicht nur für leseschwache Menschen sehr gut, sondern auch für Leser mit kognitiven Einschränkungen und Menschen, die Deutsch lernen.
Das Schriftbild ist sehr angenehm, besonders für Leser, die Probleme mit der visuellen Wahrnehmung und Verarbeitung haben. Die Schrift ist größer und serifenlos, die Zeilenabstände sind weiter. Die Absätze innerhalb eines Kapitels sind durch Leerzeilen getrennt.
Die Kurzgeschichte ist in 10 Kapitel unterteilt, die maximal 10 Seiten lang sind, meistens aber nicht mehr als 4-5 Seiten haben. Insgesamt ist auch der Textumfang (L) eher kurz und somit auch sehr gut mit geringer Konzentration und Ausdauer zu lesen. Einziger Kritikpunkt, an der vorliegenden Ausgabe: Das Cover - hier wird schon viel zu viel verraten.

Fazit: Sherlock Holmes – ein echter Klassiker. Krimifans werden ihren Spaß haben, außerdem eignet sich die Geschichte auch sehr gut als Einstieg in Kriminalgeschichten.


 

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