Armstrong - Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond

Torben Kuhlmann
Nord Süd Verlag

Alter: 5-99 / WM/ Lesbarkeit: einfach-normal / Textumfang: L (128 Seiten)

Amerika in den 1950er Jahren. Eine kleine, wissbegierige Maus beobachtet jede Nacht den Mond durch ein Fernrohr, während ihre Artgenossen einem höchst unwissenschaftlichen Käsekult verfallen sind. Kann der Mond wirklich aus Käse sein? Angespornt durch die Pionierleistungen der Mäuseluftfahrt, beschließt die kleine Maus, der Frage auf den Grund zu gehen. Sie fasst einen großen Entschluss: Sie wird als erste Maus zum Mond fliegen! Quelle: Nord Süd Verlag

Leseempfehlung

von Sabine Kruber

Das ist schon eine tolle Maus. Erst baut sie ein Flugzeug und fliegt damit bis nach Amerika (Teil 1) und nun will sie zum Mond, um zu beweisen, dass der nicht aus Käse ist. Aber wie könnte das funktionieren? Wie muss ein Fluggerät beschaffen sein, das sie zum Mond bringt? Die kleine Maus beginnt, mit allerlei Alltagsgegenständen zu experimentieren. Die technischen Überlegungen, die sie anstellt und die technischen Zeichnungen lassen sich gut nachvollziehen. Doch zunächst scheitert die Maus immer wieder. Ihre Fluggeräte fliegen einfach nicht weit genug. Dennoch gibt die kleine Maus niemals auf und zeigt so ihren Lesern, dass man niemals den Mut verlieren darf und sein Ziel immer fest im Auge behalten muss. Schließlich gelingt es ihr, und das noch viele Jahre vor den Menschen. Aber so ganz unbemerkt bleibt ihr Treiben nicht und wer weiß, wie lange die Menschen noch gebraucht hätten, den Mond zu erreichen, wenn es nicht zuvor schon jene kleine Maus vorgemacht hätte.
Genauso wie Lindbergh ist auch Armstrong wieder eine wunderschön und spannend erzählte Geschichte und ein Sachbuch mit einem Augenzwinkern. Und so sieht die Rakete, mit der die kleine Maus zum Mond fliegt, jener Apollo 11 der Menschen gar nicht so unähnlich. Was man aus Konservendosen und einem alten Autoscheinwerfer nicht alles so machen kann.
Am Ende des Buches gibt es aber auch noch eine echte kleine Geschichte der Raumfahrt, natürlich ebenso toll illustriert.
Armstrong lässt sich unabhängig von Lindbergh (Band 1) lesen. Trotzdem haben die beiden Bücher viel gemeinsam. Zuallererst wären da natürlich die wunderschönen und sehr stimmungsvollen Illustrationen zu nennen. Auch in diesem Buch sind sie mit eher dunklen Farben gestaltet. Es gibt wieder viel zu gucken, ja sogar mehr zu gucken, als zu lesen. Viele liebevoll gestaltete Details, vor allem auch technische Details gibt es zu entdecken. Auch bei dem Cover gibt es Parallelen. So wirkt es auch wieder auf den ersten Blick abgegriffen und mit abgestoßenen Ecken und Kanten. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass dies zur Illustration gehört.
Die Bücher von Torben Kuhlmann sind schon keine Bilderbücher mehr im eigentlichen Sinne, vielleicht schon eher Graphic Novels.
Die doppelseitigen Illustrationen kommen häufig ganz ohne Text aus. Ansonsten gibt es meist nur kurze Textabschnitte auf jeder Seite. Nur selten geht der Text auch einmal über zwei Seiten. Das Buch unterteilt sich in zwölf kurze Kapitel, sodass man während des Lesens zwischendurch auch gut pausieren kann.
Die Serifenschrift ist etwas größer und die Zeilenabstände sind etwas weiter. Die Lesbarkeit liegt eigentlich bei normal, durch die reichhaltigen Illustrationen gibt es aber eine starke Tendenz zu einer einfachen Lesbarkeit. Die Illustrationen unterstützen massiv das Lesesinnverständnis und erzählen überdies noch viel mehr Details als der Text selbst.
Zum Teil befindet sich der Text auf farbigem Hintergrund, was eventuell zu Irritationen führen kann, vor allem bei Lesern die Probleme mit der visuellen Wahrnehmung und Verarbeitung haben.
Und wer sich das Buch lieber vorlesen lässt, dem empfehle ich das Hörbuch, gelesen von Bastian Pastewka.

Fazit: Ein wunderschöner Mauseflugspaß für Klein und Groß. An den Illustrationen kann man sich gar nicht sattsehen.

Buchtrailer

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