Doctor Who - Herrschaft des Schreckens

10. Doctor - Band 1

Nick Abadzis & Elena Casagrande & Arianna Florean
Verlag Panini Comics

Alter: Jugendliche und Erwachsene /WM/Lesbarkeit: normal/Textumfang: L (132 Seiten)

Doctor Who: Er ist viele hundert Jahre alt, wechselt ab und zu den Körper und ist der Titelheld von Großbritanniens beliebtester Science-Fiction-Serie. Sein Raumschiff, die Tardis, sieht aus wie eine blaue Telefonzelle, ist innen jedoch wesentlich größer als außen. Mit ihr reist der Doctor durch Raum und Zeit, auf der Suche nach Abenteuern und den Wundern des Universums. Und da es keinen Spaß macht, die allein zu entdecken, lädt der Timelord vom Planeten Gallifrey immer wieder Menschen ein, ihn auf seinen Reisen zu begleiten.
Doch das Universum steckt nicht nur voller Wunder, sondern auch voller Gefahren, in die der Doctor und seine Begleiter gern einmal hineinstolpern. Eine davon lauert im New York der Gegenwart. Dort wird eine junge Mexikanerin namens Gabriella auf einmal von unheimlichen Gestalten bedroht. Der Doctor stellt schon bald fest, dass nicht nur Gabriella in Gefahr ist, sondern die gesamte Menschheit. Quelle: Verlag Panini Comics

Leseempfehlung

von Sabine Kruber

Doctor Who ist eine britische TV-Legende. Es ist die dienstälteste britische Serie, die das erste Mal 1963 über die Bildschirme flimmerte. Für alle, denen Doctor Who nichts sagt, ganz kurz zusammengefasst: Der Doctor ist ein Zeitreisender, der letzte Timelord des Planeten Gallifrey. In seinem Raumschiff, der TARDIS, die wie eine britische Polizeinotrufzelle aussieht, reist er durch Raum und Zeit. Dabei ist er nicht gerne alleine und hat meist weibliche Begleiter bei sich. Der Doctor ist unsterblich, regeneriert sich aber von Zeit zu Zeit, wobei er gleich sein ganzes Aussehen und neuerdings auch sein Geschlecht wechselt. Die Serie ist eine Mischung aus Science-Fiction, Abenteuer, Gruselgeschichten und Slapstick. Fans gibt es auf der ganzen Welt und diese nennen sich liebevoll Whovians.
Neben der TV-Serie gibt es auch Comics zu Doctor Who mit neuen, nicht verfilmten Geschichten. Einer dieser Comics ist Die Herrschaft des Schreckens. Die Leser erwartet in diesem Comic eine Menge Abenteuer mit dem zehnten Doctor, der in der Serie von David Tennant gespielt wird und der in den Zeichnungen sehr gut getroffen ist.
Die Geschichte beginnt zu einem Zeitpunkt, an dem der Doctor seine letzte Reisebegleitung gerade zurücklassen musste. In New York gehen seltsame Dinge vor sich. Das mexikanische Fest – der Tag der Toten - steht bevor. Gabriella, eine junge Mexikanerin wird plötzlich von unheimlichen Gestalten behelligt und das sind keine Masken. Etwas geht vor sich, was nicht von dieser Welt ist. Gut, dass der Doctor in der Nähe ist. Doch es wäre keine Doctor Who-Geschichte, wenn nur der Doctor kommen müsste, um die Welt zu retten. Das ist nur mit Gabriellas Hilfe möglich, die von ihren Fähigkeiten und Talenten noch gar nichts ahnt. Wer ist sie schon? Die Tochter eines mexikanischen Waschsalonbesitzers. Gerne würde sie Kunst studieren. Aber auf Wunsch des Vaters geht sie nur auf die Abendschule, um Buchhaltung zu lernen.
Da eröffnet sich ihr die unglaubliche Möglichkeit, mit dem Doctor zu reisen. Hier endet der erste Teil des Comics. Im zweiten Teil besuchen der Doctor und Gabriella ein riesiges intergalaktisches Museum. Doch die Künstlerin, mit der der Doctor Gabriella bekannt machen will, hat sich schon seit hundert Jahren zurückgezogen. Der Doctor ahnt, dass hier irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Und prompt geht es mit dem zweiten Abenteuer weiter.
Dieser Band eignet sich sehr gut für Leser, die mit dem Doctor Who Universum bisher wenig bis gar nicht vertraut sind. Auch Gabriella kannte den Doctor bisher nicht und als Leser erleben wir alles mit ihr mit.
Comics sind für leseschwache Menschen im Prinzip gut geeignet, da sie durch die massive Bildunterstützung Lesern mit eingeschränktem Lesesinnverständnis sehr entgegenkommen. Problematisch ist jedoch häufig die Schrift. So auch hier. Die Schrift ist sehr klein. Der Text in den Spruchblasen besteht aus Großbuchstaben, die sehr dicht beieinanderstehen. Im Mittelteil gibt es Tagebucheinträge mit imitierter Handschrift. Auch diese ist leider sehr klein. Für Leser, die Probleme mit der visuellen Wahrnehmung und Verarbeitung haben, empfehle ich daher, den Comic als pdf oder E-Book auf einem Tablet bzw. Computermonitor zu lesen.
Die reine Lesbarkeit des Textes liegt bei normal. Dies liegt vor allem daran, dass in dem Text viele Fremdwörter und Fantasiebegriffe auftauchen. Letztendlich sind es die Bilder, die den Text so unterstützen, dass sie das verstehende Lesen positiv beeinflussen.

Fazit: Dieser Comic ist natürlich ein Muss für alle Whovians, aber auch bestens für Neueinsteiger geeignet.

 

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