Die verrckten Silbenwesen
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  Thalia

Die verrückten Silbenwesen

Ursula Bredel et al & Franziska Kalch u.a.
Mildenberger Verlag

Alter ab 6/WM/Lesbarkeit: Lesestart / Textumfang: Silben-Wortebene (Kartenspiel)

Ein klassisches Memo-Spiel mit leseförderndem Ansatz: Die Kartenpaare bilden sich nach den Bildhälften und nach den Worthälften. Passt das Vorderteil zum aufgedeckten Hinterteil? Lustige Tiere entstehen. Neben Hase und Robbe tauchen nun auch Tiere wie Gämke – halb Gämse, halb Krake – auf. Quelle: Mildenberger Verlag

Spielempfehlung

von Sabine Kruber

Diese Tiere kennt wohl jedes Kind: Esel, Raupe, Affe ...
Aber wer kennt denn die verrückten Silbenwesen? Was bitteschön ist ein Käsel? Wo lebt der Krösel? Und erst der Zanfer - ist das ein gefährliches Tier?
Keine Frage, die verrückten Silbenwesen machen wirklich Spaß. Nicht nur das Lesen kann man mit diesem Spiel trainieren. Es regt auch an, sich Geschichten auszudenken, über Krösel, Zanfer und was es noch so an Phantasietieren gibt.
Das kompakte Kartenspiel bietet verschiedene Spielmöglichkeiten an wie Memo-Spiele und Schnipp-Schnapp für den Leseerwerb und die Leseförderung im Unterricht, der Therapie aber auch ganz einfach für zuhause. Durch die Bildunterstützung kann man dieses Spiel schon am Anfang des Leseerwerbs einsetzen. Die Tiere sind schwarz-weiß gezeichnet. Auf der Karte mit der ersten betonten Silbe (blau) befindet sich das Vorderteil des Tieres und auf der zweiten Karte ist das Hinterteil des Tieres und die unbetonte Silbe (rot) enthalten. Alle Tiere im Spiel sind zweisilbig. Die Tierillustrationen sind so gestaltet, dass alle Vorderteile mit allen Hinterteilen zusammenpassen. Da die Zeichnungen alle schwarz-weiß sind, passen sie auch farblich zusammen.
Bei der Schrift handelt es sich um eine große serifenlose Schrift. Die Wörter sind durchgehend mit Großbuchstaben geschrieben.
Beim Spielen lässt sich sehr gut der Entwicklungsstand der einzelnen Kinder beobachten. Orientieren sich die Kinder z.B. nur oder überwiegend an den Bildern, so kann aus Kröte Frosch werden, aus Büffel Kuh usw. Sehr gut lässt sich auch beobachten, wie gut Kinder mit unbekannten Wörtern umgehen können. Können sie vielleicht nur die echten Tiere lesen und scheitern an den verrückten Silbenwesen? Wie schnell Kinder ein Wort erfassen können, lässt sich bei der Spielvariante Schnipp-Schnapp erkennen. Bei diesem Spiel bekommt immer der Leser die Karten, der das Tier am schnellsten erlesen hat. Dabei müssen sowohl echte Tiere wie auch Phantasietiere gelesen werden.
Das Spiel lässt sich auch sehr gut für die gezielte Förderung einsetzen. Es folgt dem Silbenkonzept von Mildenberger. Aber auch wenn man nicht streng nach diesem Konzept arbeitet, kann man es sehr gut im Unterricht und der Förderung einsetzen. Ganz gezielt lassen sich auch bestimmte Elemente trainieren, wie zum Beispiel das Erlesen der zweiten, unbetonten Silbe oder Konsonantenverdopplungen.

Fazit: Die verrückten Silbenwesen sind ein sehr kurzweiliges Kartenspiel für Leseanfänger und Kinder mit einer Leseschwäche. Das kompakte kleine Spiel passt außerdem in jede Handtasche, sodass man es leicht überall mit hinnehmen kann.

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Krogufant
Sara Ball
Verlag Beltz & Gelberg

Das verrückte Schimpfwörter-ABC
Regina Schwarz & Michael Schober
Esslinger Verlag

 

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