Der kleine Troll Tojok

Band 1

Paul Maar
Oetinger Verlag

Alter: ab 5 Jahren /WM /Lesbarkeit: Basisfähigkeit/ einfach /Textumfang: L (64S.)

Der kleine Troll Tojok darf sich wünschen, was es zum Abendessen geben soll. Nur leider hat er gar keine Idee. Also zieht er los, um die Waldtiere nach ihrer Meinung zu fragen. Die Vorschläge erweisen sich aber als wenig appetitlich: Wer will schon fette Mäuse, vergrabene Knochen oder Baumrinde essen? Doch dann fällt dem Wildkater doch noch etwas Leckeres ein ... Quelle: Oetinger Verlag

Leseempfehlung

von Sabine Kruber

Tojok ist ein Trolljunge. Trolle haben lange Ohren und können mit Tieren sprechen. Tojok spielt gerne draußen mit einem Wildkater. Manchmal muss er aber auch seiner Mama daheim helfen. Als er ihr besonders toll geholfen hat, will die Mutter ihm zur Belohnung sein Lieblingsessen kochen, aber das ist gar nicht so einfach. Tojok geht in den Wald und fragt dort viele Tiere, was sie gerne mögen, doch leider ist nichts für ihn dabei.

Der kleine Troll Tojok gehört zu den Vorlesestartern von Oetinger. Der Verlag hat sein Erstleseprogramm umgetauft in Lesestarter und einige Veränderungen vorgenommen. So wurde zum Beispiel mit den Vorlesestartern eine neue Stufe eingeführt, die sich konkret an Vorschulkinder wendet. Das Buch ist also ein Vorlesebuch und gibt dem Vorlesenden viele Vorschläge an die Hand, wie sich ein dialogisches Vorlesen gestalten lässt. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Aufgaben, bei denen die Kinder mit einbezogen werden. Diese Aufgaben sind zum Teil buchspezifisch, es gibt aber auch viele Aufgaben, die sich ebenfalls bei anderen Vorlesebüchern anwenden lassen. So kann der Vorlesende zum Beispiel ein falsches Wort mit in den Text mogeln und das Kind meldet sich, wenn es das falsche Wort hört. Oder aber es hebt die Hand, sobald ein bestimmtes Wort vorgelesen wird. Solche Aufgaben fördern das aufmerksame Zuhören. Eine weitere Aufgabe, die sich auf alle Vorlesebücher anwenden lässt, ist das Beschreiben der Illustrationen. Es wird dann gegenseitig geraten, welche Illustration gerade beschrieben wurde.
Gute Ideen findet man auch zur Förderung der phonologischen Bewusstheit, einer der Grundvoraussetzungen für den Schriftspracherwerb. So werden zum Beispiel Namen verdreht und Laute ausgetauscht. Wenn Kinder hierbei noch Schwierigkeiten haben, weiß man, dass sie phonologisch noch nicht reif sind und kann ggf. Maßnahmen ergreifen. Die Aufgaben fördern sehr gut die Sprachkompetenz der Kinder. Gerade auch Kinder, denen wenig bis nie vorgelesen wurde, profitieren hiervon.
Doch das Buch eignet sich nicht nur zum Vorlesen. Es hat eine einfache Lesbarkeit. Die Schrift ist groß und serifenlos und die Zeilenabstände sind weit. Fitte Erstleser der ersten und zweiten Klasse können dieses Buch durchaus schon selbstständig lesen. Der Text ist zwar schon recht umfangreich (L), aber er ist in relativ kurze Kapitel unterteilt, die alle zwischen fünf und zehn Seiten lang sind. Außerdem wird das Textbild durch die lustigen Illustrationen von Paul Maar aufgelockert. Und wer das Sams kennt, der kann durchaus eine Ähnlichkeit zwischen den beiden Figuren feststellen. Vor allem bei den Haaren.

Fazit: Eine sehr schöne Trollgeschichte mit vielen lustigen und spannenden Aufgaben – perfekt für Vorschüler und fitte Erstleser.

 

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