Eine Weihnachtsgeschichte

in einfacher Sprache

Charles Dickens & Bettina Stoll
Spaß am Lesen Verlag

Alter: Jugendliche und Erwachsene /WM/ Lesbarkeit: einfach /

Textumfang: (86 S.)

Diese berühmte Weihnachtsgeschichte spielt im Jahr 1843. An Heiligabend. Alle feiern Weihnachten. Nur einer nicht: der alte Ebenezer Scrooge. Für Scrooge ist Weihnachten reine Zeitverschwendung. Er verdient lieber Geld. Doch dann bekommt Scrooge unerwarteten Besuch. Es ist seine allerletzte Chance, sich zu besinnen. Und Weihnachten so zu feiern wie alle anderen. Quelle: Spaß am Lesen Verlag

Leseempfehlung

von Sabine Kruber

Charles Dickens (1812-1870) war einer der bedeutendsten englischen Schriftsteller seiner Zeit. Dickens wollte aber nicht einfach Bücher schreiben, er wollte mit seinen Büchern aufrütteln und so schrieb er über die sozialen Missstände im England jener Zeit und konnte auch einige Anstöße geben, die zu Veränderungen führten.
Er selbst hatte als Kind ebenfalls Armut und Elend kennengelernt, da sein Vater aufgrund von Verschuldung im Schuldturm, eine Art Gefängnis saß. Dickens Mutter ging mit dem Vater, das war damals durchaus üblich. Der kleine Charles musste also selber klarkommen und schuftete, wie so viele andere Kinder auch, in den Fabriken der Reichen und Mächtigen.
Erst nachdem sein Vater aus dem Schuldturm herauskam, konnte er seine Schule beenden. Dickens wurde Schreiber bei einem Rechtsanwalt und später parlamentarischer Berichtserstatter und Journalist. Zu dieser Zeit trat er auch erstmals als Autor hervor. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören Oliver Twist und David Copperfield.
1843 veröffentlichte Dickens A Christmas Carol – auf Deutsch – Eine Weihnachtsgeschichte. In dieser Geschichte geht es um den alten herzlosen Geizkragen Ebenezer Scrooge, der alles nur danach bemisst, ob es ihm Geld einbringt oder nicht. Weihnachten kann er nichts abgewinnen, schließlich bringt das ja kein Geld ein, eher das Gegenteil. Dass es mit dieser Einstellung ziemlich einsam um ihn herum ist, stört ihn nicht.
Aufgerüttelt wird er erst, als Heiligabend plötzlich der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Marley erscheint. Der war zu Lebzeiten noch geiziger und noch herzloser als Scrooge. Er ermahnt Scrooge sein Leben zu ändern, sonst würde es ein böses Ende mit ihm nehmen. Nach Marley erscheinen Scrooge nacheinander die drei Geister der vergangenen, der jetzigen und der zukünftigen Weihnacht. Können sie Scrooge dazu bringen, sein Leben zu überdenken und zu ändern?
Die Übersetzung dieser Geschichte in einfache Sprache ist gelungen. Der grantige Scrooge kommt sehr gut rüber. Die Kluft zwischen Arm und Reich, aber auch die weihnachtliche Stimmung kann beim Lesen gut nachempfunden werden. Am Ende des Buchs gibt es eine Wortliste, in der schwere Wörter, die im Text unterstrichen sind, erklärt werden.
Der Text hat neben der einfachen Sprache auch eine einfache Lesbarkeit. Die Geschichte unterteilt sich in vier Kapitel, die sich wiederum in mehrere Unterkapitel unterteilt, die auch wieder eigene Überschriften haben. Außerdem sind zwischen den einzelnen Sinnabschnitten immer Leerzeilen. Dadurch wird nicht nur das Textbild aufgelockert, sondern es unterstützt zusätzlich das Sinn verstehende Lesen. Die serifenlose Schrift ist etwas größer und die Zeilen sind etwas weiter.
Ich empfehle das Buch nicht nur leseschwachen Lesern, sondern allen, die sich mit Dickens Weihnachtsgeschichte beschäftigen wollen und denen der Originaltext noch zu anspruchsoll ist. Nach der Lektüre in einfacher Sprache fällt es auch leichter, das Textoriginal auf Deutsch oder Englisch zu lesen.

Fazit: Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens ist ein echter Weihnachtsklassiker, den man immer wieder zur Weihnachtszeit lesen kann.

 

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