Leselöwen - Alarm auf der Weltraumstation

Annette Neubauer & Alexander Bux
Loewe Verlag

Alter: ab 6 /WM/Lesbarkeit: normal -- anspruchsvoll/ Textumfang: M (48 Seiten)

Ein gefährlicher Außeneinsatz im All wartet auf Jack und Linda: Die beiden Astronauten müssen so schnell wie möglich ein Ventil an der Weltraumstation reparieren – hoffentlich haben sie Erfolg! Quelle: Loewe Verlag

Leseempfehlung

von Sabine Kruber

Der Weltraum – unendliche Weiten – ach neee, andere Geschichte.
Die beiden Astronauten Jack und Linda arbeiten und leben auf einer Raumstation. Was auf der Erde nur eine kleine Reparatur ist, kann im Weltall ungeahnte Gefahren mit sich bringen. Die Geschichte zeigt eindrücklich, welche Schwierigkeiten auf Jack und Linda warten.

Alarm auf der Weltraumstation ist endlich mal eine tolle Erstlesegeschichte für Jungen und Mädchen und hebt sich angenehm von dem üblichen Erstlese-Einheitsbrei ab.
Das Thema Weltraum ist jedoch auch ein Thema mit vielen schweren Wörtern und die lassen sich nicht vermeiden, wenn man eine solche Geschichte schreiben will. Die Lesbarkeit liegt daher bei normal – anspruchsvoll. Der Textumfang liegt bei M und ist in vier Kapitel unterteilt, sodass man bequem auch mal eine Lesepause einlegen kann. Die serifenlose Schrift ist groß und die Zeilenabstände sind weit. Auf jeder Doppelseite stehen nur wenige kurze Sätze. Der Bildanteil dominiert und unterstützt das sinnverstehende Lesen sehr gut.

Am Ende der Geschichte gibt es Fragen zum Textverständnis und auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels gibt es zur Überraschung einen Stickerbogen. 

Mir stellt sich allerdings die Frage, warum der Löwe-Verlag dieses Buch ausgerechnet für die 1. Klasse empfiehlt. Thematisch dürfte die Geschichte auch für Kinder der 2. und 3. Klasse interessant sein. Kinder haben am Ende der 1. Klasse häufig noch nicht alle Buchstaben gelernt und sind vielleicht gerade erst dazu in der Lage, kleine und sehr einfache Texte zu lesen. Für die durchschnittliche Leseentwicklung ist diese Geschichte daher wohl leider noch zu anspruchsvoll. Etwas vereinfachen könnte man die schweren Wörter sicherlich, indem man die Silben einfärbt oder aber die Komposita mit Bindestrichen trennt. Sie einfach nur dick zu drucken, hilft hingegen nicht wirklich weiter. Aber auch, wenn schwere Wörter auf die eben beschriebene Art vereinfacht wären, wäre der Text immer noch zu anspruchsvoll für die meisten Kinder in der 1. Klasse.
Da das Thema aber auch für Erstklässler spannend ist, empfehle ich, das Buch gemeinsam mit einem erfahrenen Lesenden im Tandem zu lesen.

Fazit: Endlich mal ein erfrischend anderes Thema in einem Erstlesebuch, aber leider nicht ganz so einfach zu lesen. Auch wenn 1. Klasse auf dem Cover steht, empfehle ich es für die 2.-3. Klasse.

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