Die verschwundenen Buchstaben

Julia Breitenöder & Silke Voigt
Verlag Ravensburger

Alter: ab 6 Jahre/WM/Lesbarkeit: sehr einfach-einfach / Textumfang: M (48 S.)

Was ist kugelrund und quietschrosa und frisst Buchstaben? Der Abc-Käfer! Den gibt es nicht? Das hat Paul auch gedacht. Doch dann verschwinden plötzlich massenhaft Buchstaben aus seinen Hausaufgaben ...
Quelle: Verlag Ravensburger

Leseempfehlung

von Sabine Kruber

So ein Mist, lauter Wörter schreiben, die mit E anfangen, findet Paul ja schon doof genug. Aber noch schlimmer ist es, wenn diese Wörter am nächsten Tag nicht mehr im Heft stehen. Der ABC-Käfer war Schuld, aber das glaubt Paul bestimmt niemand. Doch dann taucht der ABC-Käfer auch in Pauls Klasse auf und macht vor keinem Buchstaben Halt.

In dieser Geschichte dreht sich alles um Buchstaben und ihr Verschwinden. Das sieht schon ganz schön komisch aus, wenn zum Beispiel alle E‘s verschwinden. Dann hat ein Text seeehr viele Lücken, denn das E ist der Buchstabe, der am häufigsten vorkommt. Außerdem werden in dieser Geschichte bestimmte Buchstaben fokussiert. So schreibt Paul zum Beispiel eine W-Geschichte, in der alle Wörter mit W beginnen. Das ist eine schöne Anregung und man kann ja durchaus mal probieren, selber eine Geschichte zu schreiben oder zu erzählen, in der alle Wörter mit ein und demselben Buchstaben beginnen. Mit welchen Buchstaben geht das gut und mit welchen Buchstaben bekommt man nicht mal einen ganzen Satz zusammen? Die Geschichte regt an, mit Buchstaben herumzuexperimentieren.

Da der Text eine sehr einfache bis einfache Lesbarkeit hat, finden sich am Ende der ersten Klasse bestimmt schon viele Kinder, die dieses Buch lesen können. Hinzu kommt eine erhöhte Redundanz von Schlüsselwörtern, die das Lesen erleichtern. Daher eignet sich die Geschichte auch sehr gut für ältere, leseschwache Grundschulkinder.
Die serifenlose Schrift ist groß, die Zeilenabstände sind weiter und die vielen farbigen Illustrationen lockern das Textbild auf und unterstützen das Lesesinnverständnis. Der Textumfang pro Seite ist mit zum Teil über fünf Sätzen schon recht beachtlich. Die gesamte Geschichte teilt sich jedoch in sieben Kapitel auf, sodass man zwischendurch gut verschnaufen kann.

Fazit: Nehmt euch vor dem ABC-Käfer in Acht. Eine amüsante Erstlesegeschichte über verschwindende Buchstaben.

 

 

weitere Lesetipps

Der Punkt
Peter H. Reynolds
Gerstenberg Verlag

Lesedetektive - Pferdegeschichten
Beate Dölling
DUDEN/FISCHER Kinder-und Jugendbuch Verlag

Finger weg von diesem Buch
Andy Lee & Heath McKenzie
arsEdition